Buchrezension #91 Scherben: Du tötest mich nicht von Kerstin Ruhkieck


erschienen am 6. Juni 2013
422 Seiten
 


Preis:

Taschenbuch € 12,95 , Ebook € 2,99


Klappentext:

Die Scherbe in ihrer Hand soll ihr dabei helfen, sich besser zu fühlen. Denn nur so weiß Vanessa Justine Seebusch mit Demütigung umzugehen. Alles ändert sich jedoch, als sie Jonas Hoffmann kennenlernt und sich in ihn verliebt. Ihm will sie vertrauen – trotz seines manchmal zweifelhaften Verhaltens. Doch auch Vanessa hat ein Geheimnis. Ein Geheimnis, so schwerwiegend, dass es ihr unmöglich macht, ein normales Leben zu führen. Als Jonas‘ angeblich bester Freund Thox auf der Bildfläche erscheint, spürt Vanessa sofort, dass es keine Freundschaft ist, die Jonas mit Thox verbindet. Es ist ein dunkles Band, das die einst besten Kumpels scheinbar brutal aneinander kettet. Noch bevor sie hinter die nebulösen Gründe für ihre aufrecht erhaltene Verbindung kommt, findet Vanessa sich in einer lebensbedrohlichen Situation jenseits ihrer Vorstellungskraft wieder und ahnt nicht, dass sie längst Teil eines perfiden Plans geworden ist. Die schicksalhafte Vergangenheit der zwei Männer droht nun auch Vanessa zu zerstören, und es gibt kein Entkommen …


Meine Meinung:

Das Buch wird aus der Sicht von mehreren Personen in der 3. Person erzählt. Es gibt immer wieder Rückblenden, nur weiß man anfangs nicht, wie diese zu dem heutigen Geschehen gehören sollen. Das findet man aber nach und nach heraus.

Anfangs konnte ich mich nicht so für das Buch begeistern, weil mir die Hauptprotagonisten sehr unsympathisch waren.
Vanessa ist eine Zicke. Man merkt zwar, dass sie die Vergangenheit zu dem gemacht hat, was sie heute ist. Da der Leser aber nur Andeutungen serviert bekommt, konnte ich mich nicht mit ihr anfreunden.
Jonas wirkt so aalglatt und auch er verbirgt ein Geheimnis.

Für mich hat die Geschichte zu lange gebraucht, bis es dann endlich spannend wurde. Es war am Anfang ziemlich verwirrend, weil die Erzählung von heute mit den Rückblenden so irgendwie nichts gemeinsam zu haben scheint. Da habe ich schon mit dem Gedanken gespielt, das Buch abzubrechen. Aber durch die kleinen Einblicke in Vanessas Leben und die Rückblenden konnte die Autorin doch mein Interesse wecken und ich wollte wissen, was weiter passiert. Kurz vor der Hälfte geht's dann aber los und nach und nach setzen sich die Puzzlesteine zusammen. Da konnte mich das Buch dann fesseln. Immer wieder führt Kerstin Ruhkieck den Leser auf falsche Fährten, was die Spannung noch erhöht. Zwischendurch kommen Gedanken auf wie "Wie krank ist das!" und "Wie kommt man auf die Idee so was zu schreiben?".  Von der Geschichte her find ich es sehr gut aufgebaut und spannend umgesetzt.

Dieser Thriller ist vom Thema her normal so gar nicht mein Beuteschema. Für mich war's dann auch doch eine Spur zu gewalttätig und brutal, aber doch irgendwie faszinierend.
 


Fazit:

Spannend und fesselnd, aber für mich zu gewalttätig!



Ich gebe 4 von 5 Sternen.


Facebook-Seite der Autorin 



Weitere Bücher von Kerstin Ruhkieck, die ich bereits gelesen habe:


Kommentare

  1. Ich hab schon lange keinen guten Thriller mehr gelesen... wird mal wieder Zeit. :D

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