Buchrezension #110 Nie mehr zurück von Vivian Vande Velde

ivi
erschienen am 2. November 2016
208 Seiten


Preis:

broschiert € 12,99, EBook € 9,99

Klappentext:

Zoe ist anders als alle anderen. Sie hat die besondere Fähigkeit, die Zeit zurückdrehen und dadurch das Geschehene verändern zu können. Als sie bei einem Bankraub miterleben muss, dass ein Mann erschossen wird – ausgerechnet der gut aussehende junge Mann, der ihr nur wenige Minuten zuvor in einer schwierigen Situation beigestanden hat – entschließt sie sich dazu, ihn zu retten. Doch ihre Gabe kommt nicht ohne Einschränkungen. Zoe kann nur 23 Minuten in der Zeit zurückspringen, und oft verschlimmert sich die Situation durch ihr Eingreifen. Zoes Entschluss könnte in einer Katastrophe enden. Und er bringt sie in große Gefahr. Denn er lenkt die Aufmerksamkeit des Bankräubers auf sie ...

Meine Meinung:

Der Klappentext hat mich sofort begeistert. Zoes Fähigkeit hört sich doch richtig interessant an. Leider konnte mich die Umsetzung nicht ganz so begeistern.

Zoe ist 15 Jahre alt. Sie lebt nach der Scheidung ihrer Eltern, die ihre Fähigkeit als Verrücktheit abgetan haben und sie zu mehreren Psychologen geschickt haben, immer wieder in Pflegefamilien. Zoe hatte keine schöne Kindheit. Von ihrer Mutter hat sie nie Liebe erfahren. Leider erfährt man nicht sehr viel über Zoe. Ihr Charakter bleibt dadurch ziemlich blass. Sie kam schon sympathisch rüber, aber als Leser fühlt man sich nicht mit ihr verbunden.

Wie schon der Klappentext verrät kann Zoe die Zeit "zurückspulen". Sie nennt es "zurückspielen".  Diese Fähigkeit hat sie, seit sie 13 ist. Sie kann dieselben 23 Minuten zehn Mal durchleben, ohne dass andere Menschen davon etwas merken. Durch ihre Worte und ihr Handeln kann sie das Geschehen dieser 23 Minuten beeinflussen. Als sie sich in der Bank befindet, die gerade ausgeraubt wird, und dann auch noch ein junger Mann erschossen wird, beschließt sie einzugreifen und die Situation zu ändern.
Nichts reist jemals mit ihr zurück, nur ihre Erinnerungen, ihre verfluchten Erinnerungen.
Kapitel 7 ( Position 775)

Immer und immer wieder erlebt der Leser mit Zoe den Bankraub. Was sich zuerst so interessant angehört hat, entpuppt sich leider in der Umsetzung ziemlich langweilig. Bei der Hälfte des Buches hatte ich diese 23 Minuten mit Zoe bereits gefühlte 10 Mal erlebt, in Wirklichkeit waren es nur 5 Mal, und es konnte noch immer nicht wirklich Spannung aufkommen. Ich habe erwartet, auch wenn immer wieder dieselben paar Minuten erzählt werden, dass die Geschichte doch fesselnder ist, da Zoe auch unter Zeitdruck steht. Sie muss sich schnell etwas einfallen lassen, um die Situation zu meistern, denn mehr als 10 Mal kann sie nicht zurückspringen. Aber auch der Zeitdruck konnte größtenteils nicht vermittelt werden. Von einem Buch, das als Thriller angepriesen wird, habe ich mir da wesentlich mehr erwartet. Als Thriller würde ich die Geschichte nicht bezeichnen.

Der Schreibstil ist sehr einfach und flüssig zu lesen. Das Buch wird in der dritten Person aus Zoes Sicht erzählt. Vielleicht hätte man sich als Leser besser in Zoe hineinversetzen können, wenn dafür die erste Person gewählt worden wäre.

Die Grundidee ist nicht neu, aber ich finde sie schon interessant. Das ist einmal eine andere Art von Zeitreise. Leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Da hätte man viel mehr daraus machen können, vor allem hätte es viel spannender gestaltet werden können.


Fazit:

Gute Grundidee, schwache Umsetzung!


Ich gebe 3 von 5 Sternen.


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