Buchrezension #23 Silber-Trilogie 1: Das erste Buch der Träume von Kerstin Gier


Fischer FJB

erschienen am 20. Juni 2013

416 Seiten



Preis:


Gebunden € 18,99, Kindle € 16,99




Klappentext:


Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.

Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.

Wirklich unheimlich noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen …



Meine Meinung:


Ich mochte schon die Edelstein-Trilogie sehr gerne und auch mit dem Auftakt zur Silber-Trilogie konnte mich Kerstin Gier überzeugen. 
Das Buch ist aus der Sicht von Olivia, genannt Liv, in der Ich-Form geschrieben. Liv war mir sofort sympathisch. Sie ist ein ganz normaler Teenager. Kerstin Gier beschreibt so schön die Probleme und Sorgen eines Teenie-Mädchens. Man kann sich so gut in Liv hineinversetzen. Liv ist anfangs ein Mauerblümchen, aber das ändert sich schnell. Sie ist sehr humorvoll.

Ihre kleine Schwester Mia ist sehr offen, und ihre direkte Art ist der Hammer und hat mich immer wieder zum Lachen gebracht. Sie sagt ganz einfach, was sie sich denkt. Sie ist eine kleine Detektivin und am lustigsten fand ich, dass sie bewusst, falsche Sachen erzählt hat. ;-)

Die Mutter der beiden ist die zerstreute Professorin, die nicht zur Ruhe kommt. Ihre schusselige Art bringt einem zum Schmunzeln.

Toll finde ich das deutsche "Au-Pair-Mädchen" Lottie. Sie ist einfach großartig. Sie ist sehr direkt und ehrlich und sorgt auch für einige Lacher.

Die Boygroup der Schule ist ein bisschen übertrieben schön. Klar, will man ja nicht unbedingt von wirklich hässlichen Leuten lesen, aber diese Hollywood-Beaus oder wie Liv sagt "Rasierspaß-Ken" und blonder Engel waren ein bissl zu dick aufgetragen. Vor allem, dass die superschön sind, einen tollen Körper haben und auch noch Sportler sind. Anscheinend gehen auf dieser Privatschule Schönheit und Reichtum auch Hand in Hand, Intelligenz ist eindeutig nicht wichtig.

Grayson entpuppt sich als toller großer Bruder. Zuerst dachte ich ja, Liv wird sich in ihn verlieben. Aber nix da!

Der Tittle Tattle-Blog erinnert sehr an Gossip Girl. Das hat mich ein bissl gestört. Außerdem find ich es in einem Jugendbuch nicht ganz so passend, wenn dann Mitschüler in diesem Blog gemobbt werden. Das hat man in der Realität schon genug. Das muss ich nicht unbedingt noch lesen. Aber ich mag trotzdem wissen, wer Secrecy ist. ;-) Da bin ich genauso neugierig wie Liv und Mia.

Die Grundidee mit den Träumen finde ich super.

Der Schreibstil ist locker lässig. Das Buch ist gut und flüssig zu lesen. Ich mag Kerstin Giers humorvollen Erzählstil sehr. Sie schafft es die Spannung das ganze Buch über aufrecht zu halten. Man weiß nie, was als nächstes passiert. Mit dem Ende hätte ich auch nicht gerechnet. Ich freue mich schon auf den zweiten Band.

Es ist eindeutig ein Jugendbuch, also die Zielgruppe ist deutlich jünger als ich, was aber den Lesespaß keineswegs gemindert hat. Ich habe mich wieder wie 15 gefühlt. ;-) Ist also auch für erwachsene Mädchen empfehlenswert und sehr unterhaltsam!



Fazit:


Großartiger Auftakt der Trilogie mit einer wunderbaren Hauptprotagonistin! Dream a little dream!


Ich gebe 5 von 5 Sternen.

 

 

 

Kommentare

Beliebte Posts