Buchrezension #102 Das Nest von Cynthia D'Aprix Sweeney


Klett-Cotta
erschienen am 14. November 2016
410 Seiten

Preis:

gebunden € 19,99, Ebook € 15,99



Klappentext:

Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Sie sind in ihren Vierzigern, stehen mitten im Leben und sie haben immer gewusst, sie würden eines Tages erben. Aber was, wenn die Erbschaft ausbleibt? Ein warmherziger, humorvoller und scharfsinniger Roman darüber, wie der Kampf ums Geld Lebensentwürfe und Familien durcheinanderbringen kann.
Als Kinder haben sie einander geneckt, als Erwachsene verbindet die Geschwister Melody, Jack, Beatrice und Leo Plumb nur noch eine gemeinsame Erbschaft. Mitten in der Finanzkrise brauchen alle dringend Geld. Melody, Hausfrau und Mutter, wachsen die Ausgaben für ihr Vorstadthäuschen und die Collegegebühren ihrer Töchter über den Kopf. Antiquitätenhändler Jack hat hinter dem Rücken seines Ehemanns das Sommerhaus verpfändet. Beatrice, erfolglose Schriftstellerin, will endlich ihr Apartment vergrößern. Doch kurz bevor das Erbe ausbezahlt wird, verwendet ihre Mutter es, um Playboy Leo aus einer Notlage zu helfen. Unfreiwillig wiedervereint, müssen die Geschwister sich mit altem Groll und falschen Gewissheiten auseinandersetzen. Aber vor allem müssen sie irgendwo frisches Geld auftreiben …


Meisterhaft erzählter, böser und witziger Familienroman


Meine Meinung:

Das Nest ist der Fonds, den der Vater der vier Geschwister angelegt hat, um ihnen allen eine kleine Zuwendung zukommen zu lassen, aber erst nachdem die jüngste der Geschwister 40 geworden ist.

Leo ist der älteste der Geschwister. Er ist ein Playboy und verprasst gemeinsam mit seiner Ehefrau alles Geld, das er hat.
Jack ist Antiquitätenhändler. Sein Geschäft bringt allerdings nicht sehr viel bis gar nichts ein. Den Lebensunterhalt bestreitet sein Ehemann Walker. Jack hat eine Hypothek auf das Sommerhaus der beiden aufgenommen.
Beatrice scheint alles im Griff zu haben. Sie ist die Vernünftigste der Geschwister. Sie ist Schriftstellerin, jedoch ziemlich erfolglos.
Melody, die jüngste der vier, ist Hausfrau. Ihre Zwillingstöchter kommen bald aufs College. Außerdem kostet ihr Haus viel mehr, als sie und ihr Mann sich leisten können. Melody ist bemüht, den Schein zu wahren. Sie würde vor anderen nie zugeben, dass sie Geldprobleme haben.

Nachdem die Mutter der vier Geschwister Geld aus dem Nest dafür verwendet hat, Leo aus der Patsche zu helfen und einen Skandal zu vertuschen, treffen die Geschwister aufeinander. Jeder der anderen drei hat fix mit dem Geld gerechnet, es teilweise sogar schon voll verplant, und jetzt soll von ihrem Nest, dessen Geld die Lösung aller Probleme sein soll, nicht mehr viel über sein.

In Rückblenden erfährt man mehr über die Geschwister und ihr Leben. Cynthia D'Aprix Sweeney erzählt das Buch nicht nur aus der Sicht der vier Geschwister, sondern aus vielen verschiedenen Blickwinkeln. Da geht es auch um Melodys Zwillings-Töchter, Leos Freundin und deren Untermieter und noch andere.  Es geht für mich als Leser in dem Roman um viel zu viele Personen.
Der Schreibstil der Autorin ist aber sehr angenehm und das Buch ist flüssig zu lesen. Die Autorin beschreibt viele Sachen sehr detailliert.

Das Buch konnte mich nicht  ganz so fesseln, aber ich wollte trotzdem wissen, was aus den Charakteren wird. Aber die Spannung fehlt das ganze Buch über. Anfangs ist es noch interessant, die Charaktere und ihr Leben kennenzulernen, aber dann zieht sich das Buch in der Mitte ein bisschen. Das Ende hätte ich anders erwartet.

Fazit:

Gut erzählte Familiengeschichte! 

Ich gebe 4 von 5 Sternen.

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