Buchezension #14 For Good: Über die Liebe und das Leben von Ava Reed


Booklover Verlag
erschienen am 25. November 2015
195 Seiten


Preis:


Taschenbuch € 9,99, Kindle € 2,99


Klappentext:


Was würdest Du tun, wenn Du das verlierst, was Deinem Leben einen Sinn gab?
Das, was Du mehr als alles andere auf dieser Welt geliebt hast. Würdest Du aufgeben?
Nach dem Tod ihrer großen Liebe Ben, beginnt Charlie in Trauer zu versinken. 
Immer wieder erinnert sie sich an die vergangenen Zeiten, in denen sie ihn kennen- und lieben lernte.
Doch der Verlust droht sie zu ersticken und blind zu machen für das, was das Leben ausmacht.
Charlie zieht sich völlig zurück und beginnt zu verstehen, dass nichts je wieder so sein wird wie es einmal war.

Meine Meinung:

Das Buch wird aus der Sicht von Charlie erzählt. Es spielt in der Gegenwart, in der sie versucht, mit ihrer Trauer fertig zu werden, und in ihren Erinnerungen an ihren geliebten Ben.

Ava Reed beschreibt die Emotionen so schön. In den Gegenwartskapiteln fühlt man mit Charlie mit ... ihre Verzweiflung, ihre Hoffnungslosigkeit, ihre Trauer ... und wenn man schon Tränen in den Augen hat (manchmal kullern die Tränen auch schon runter), erinnert sich Charlie an ihre gemeinsame Vergangenheit mit Ben, an das Kennenlernen und ihr gemeinsames Leben. Dann freut man sich mit ihr über die Liebe und die tiefe Verbundenheit, die sie für Ben empfindet. Sehr romantisch! Und die Erinnerungen haben einem wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und dann kam wieder der Holzhammer im nächsten Gegenwartskapitel. Die Abwechslung zwischen der Trauer in der Gegenwart und der großen Liebe in der Vergangenheit finde ich genial.

Ich habe mich dann gefragt, wie ich reagieren würde. Aber wahrscheinlich genauso wie Charlie. Und dann frag ich mich, ist Ava Reed das selber passiert oder hat sie das bei jemanden anderen, der ihr nahe steht, erlebt. Wie kann man das so schön beschreiben? Vor allem so, dass ich mich so gut in Charlie hineinversetzen konnte. Einfach wunderschön!

Der Schreibstil ist locker und flüssig. Das Buch ist leider sehr schnell zu lesen und da wären wir beim einzigen Minuspunkt: es ist mit 195 Seiten so kurz. ;-)

Die Gedichte am Anfang der Gegenwartskapitel finde ich auch sehr schön.

Ist jetzt nicht unbedingt ein Buch, das man in er Öffentlichkeit lesen sollte. Ins Bett gekuschelt ist es am schönsten. Da kann man so richtig mitfühlen und gleich mitheulen. ;-)

Übrigens wäre eine Charlotte, die Charlie genannt wird, auch der Name, den ich einer Romanfigur geben würde, sollte ich jemals auf die Idee kommen, ein Buch zu schreiben. Ich finde den Namen so schön.


Fazit:
Sehr berührende, wunderschöne Geschichte über Liebe und Trauer, die zum Nachdenken anregt! Taschentücher bereithalten! Und unbedingt lesen!


Ich gebe 5 von 5 Sternen.

Weitere Bücher von Ava Reed, die ich bereits gelesen habe: 


Noch ein paar schöne Zitate:

Die Dinge und Momente des Lebens, die wir am meisten und mit aller Kraft festhalten wollen, so dass sie auf ewig bleiben, die werden uns entrissen oder ändern sich viel zu schnell.
Kapitel 1

Wir sehen nicht, was wir haben, bis wir es verlieren.
Kapitel 1

Ich denke, Tom Hanks hatte Recht, als er als Forrest Gump sagte, das leben sei wie eine Schachtel Pralinen - man wisse nie, was man bekommt.
Kapitel 3


Es ist egal, was wir tun und es kommt nicht darauf an, ob es uns gefällt. Es kommt nur darauf an, mit wem wir es erleben dürfen.
Kapitel 21
Egal, wie viel Zeit wir zusammen gehabt hätten, es hätte nie gereicht. Die Ewigkeit wäre nicht genug gewesen.
Kapitel 25


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