Buchrezension #208 Die magische Küchenspüle: Sich selbst und den eigenen Haushalt auf Hochglanz bringen von Marla Cilley

Buchrezension #208 Die magische Küchenspüle Sich selbst und den eigenen Haushalt auf Hochglanz bringen von Marla Cilley

Edition Schwarzer
erschienen am 1. Oktober 2014
268 Seiten


Preis:

Taschenbuch € 16,90


Klappentext:

Sie leben im Chaos? Sie fühlen sich überfordert, wissen nicht wo Sie anfangen sollen? Lernen Sie eine Methode kennen, die bereits hunderttausenden von Menschen geholfen hat, aus ihrem chaotischen Zuhause einen Ort des Friedens und Wohlbefindens zu machen - dauerhaft!


Meine Meinung:

Ich habe viele begeisterte Posts über das Buch gelesen und wurde deswegen neugierig darauf. Da mich das Thema ja brennend interessiert und ich immer wieder gerne neue Bücher dazu lese, musste ich auch dieses Buch haben.

Als erstes muss ich sagen, dass ich es sehr schade finde, dass das Buch nur auf Papier und nicht als Ebook erhältlich ist, was wesentlich platzsparender wäre.

Mit manchen Ansätzen konnte mich die Flylady überzeugen, aber bei vielen Sachen kann ich nur den Kopf schütteln. Ich gehöre aber auch eindeutig nicht in die Zielgruppe. Das Buch richtet sich hauptsächlich an Personen, die mit dem Haushalt überfordert sind oder sich immer wieder verzetteln.

Viele Sachen, wie z.B. meine Kleidung für den nächsten Tag am Abend rauslegen, habe ich schon vorher gemacht.
Ich konnte aber einige Sachen für mich mitnehmen, die ich noch nicht kannte und die ich wirklich gut finde. Ich fand es gut, das Haus nach Zonen aufzuteilen und sich dann jede Woche einer anderen Zone zu widmen.

Etwas komisch fand ich, dass die Flylady dauernd darauf drängt, dass man feste Schuhe im Haus trägt und sich hübsch macht, bevor man mit dem Aufräumen beginnt. Ich kann den Ansatz schon nachvollziehen, aber zum Putzen und Aufräumen trage ich praktische Kleidung, die auch mal schmutzig werden kann und ziehe mich nicht an, als würde ich fortgehen. Aber da ist das Buch vielleicht auch eher auf Hausfrauen ausgerichtet.

Ich kann auch nicht ganz nachvollziehen, warum ich mir einen Küchenwecker auf 15 Minuten stellen soll, in diesen 15 Minuten die Küche putze und dann weiterziehe ins Wohnzimmer und dort 15 Minuten putze und dann wieder retour in die Küche. Aber vielleicht weil sich meine Putzmethode schon etabliert hat, ich habe schon meine eigene Routine. Ich putze lieber ein Zimmer nach dem anderen und fange nicht 3 Sachen gleichzeitig an. Ich finde es befriedigender zu wissen, wenn ich mit einem Zimmer fertig bin. Aber vielleicht ist diese Methode für andere Menschen hilfreich.

Die Leserbriefe zwischen den Kapiteln fand ich etwas übertrieben. Aber es dürfte doch Leute geben, die sich mit dem Buch besser organisiert haben.

Gestört hat mich auch, dass im ersten Teil des Buches nur Frauen angesprochen werden. Das Buch wurde 2002 geschrieben, die Autorin erweckt aber den Eindruck, als wäre sie in den 50er Jahren hängen geblieben. Für mich hört sich das so an, als wären nur Frauen für den Haushalt zuständig.

Viele Sachen wie das Aufbrezeln vorm Putzen wiederholen sich immer wieder. Der Schreibstil wirkt typisch amerikanisch, für unsere Verhältnisse vielleicht etwas übertrieben. Ansonsten ist das Buch angenehm und flüssig zu lesen.

Ob das Buch geeignet ist, muss jeder selber entscheiden. Auch Putz-Profis werden noch den ein oder anderen Tipp finden, aber wahrscheinlich nicht allzu viele. Mich konnte es aber im Großen und Ganzen nicht so ganz begeistern.


Fazit:

Einige hilfreiche Tipps! Aber nicht lebensverändernd!


Ich gebe 3 von 5 Sternen.


Mehr über die magische Küchenspüle auf deutsch: hier kann man sich auch für einen E-Mail-Kurs anmelden


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